Schule und Erziehung

Schulbeirat des Erzbistums Paderborn nimmt Arbeit auf

Der neue Schulbeirat des Erzbistums Paderborn bei seiner konstituierenden Sitzung.Foto: pdpPaderborn, 17. Dezember 2012. Im  September 2010 hat der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker das „Leitbild für katholische Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn“ in Kraft gesetzt. Damit wurde das Selbstverständnis katholischer „Schul-Gemeinden“ als Weggemeinschaft von Lehrern, Schülern  und Eltern betont. Zur Weiterentwicklung der Umsetzung dieses Leitbildes hat Generalvikar Alfons Hardt mit dem „Schulrat des Erzbistums Paderborn“ ein neues Gremium einberufen, das jetzt zu seiner konstituierenden Sitzung im Bildungshaus Liborianum in Paderborn zusammenkam.

Die Aufgabe des neuen Gremiums besteht in der „Beratung und Formulierung von Anregungen zur Weiterentwicklung der Schulentwicklungsplanung der erzbischöflichen Schulen, die anschließend
an den Erzbischof geleitet werden“. Um diese Aufgabe konkreter zu umschreiben, standen in der konstituierenden Sitzung generelle Ziele, Themen und inhaltliche Schwerpunkte sowie die Arbeitsweise und -organisation des Gremiums auf der Tagesordnung. Zweimal im Jahr wird
das neue Gremium künftig zusammenkommen. Bei der ersten Arbeitssitzung im Februar 2013 in Dortmund werden Grundsatzfragen beraten. Diese lauten  etwa: „Wie kann und will Kirche Schule machen?“, „Wie viel Freiheit hat  Kirche dazu?“ und „Was versteht Kirche unter ‚Bildung’?“.

Der neue Schulbeirat im Erzbistum Paderborn ist personell breit aufgestellt und trägt damit dem Verständnis von der gemeinsamen Gestaltung der Schulgemeinschaft durch Lernende, Lehrende und Erziehende  Rechnung: Repräsentanten von Eltern, Schülern und Lehrern finden sich ebenso wieder wie Mitglieder aus den Bereichen Schulleitung, Schulseelsorge, Schulsozialarbeit und Hausmeisterdienst. Die katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn sind von
Arnsberg über Hamm oder Meschede bis Hagen vertreten. Zusätzlich gehören  dem Beirat Mitarbeiter aus der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat an. Die erste Sitzungsperiode ist zunächst auf zwei Jahre angelegt.

„Das Leitbild der katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums  Paderborn hat eine erfreulich positive Resonanz und eine Verbreitung weit über unser Bistum hinaus gefunden“, so Generalvikar Alfons Hardt zu  Beginn der konstituierenden Sitzung des Schulbeirats. „Mit der Einrichtung dieses Schulbeirats beschreiten wir Neuland, und das nicht nur im Erzbistum Paderborn; mir ist in keinem deutschen Bistum ein vergleichbares Gremium bekannt.“

Der neue Schulbeirat im Erzbistum Paderborn löst die 1970 durch den Paderborner Erzbischof Lorenz Kardinal Jaeger ins Leben gerufene Planungskommission für katholische Schulen in freier Trägerschaft als Nachfolgegremium ab. „In den letzten Jahren hat sich zunehmend gezeigt, dass wir auf schulpolitische Veränderungen zum Teil sehr zeitnah reagieren müssen“, erklärte Msgr. Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat.
„Dadurch, dass viele unserer Gremienmitglieder im unmittelbaren Schulalltag verankert sind, gibt uns der neue Schulbeirat im Erzbistum Paderborn dazu eine sehr gute Möglichkeit.“

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