Schule und Erziehung

"Crash Kurs" im Gymnasium St. Xaver (Bad Driburg)

Unter diesem Logo hat die Polizei in NRW eine landesweite Kampagne gestartet. Bad Driburg, 18.12.2012 Die Kreispolizeibehörde Höxter beteiligt sich an einer landesweiten Kampagne der Polizei in Nordrhein-Westfalen, um die Anzahl von Verkehrsunfällen mit schweren  Folgen nachhaltig zu verringern. Das Konzept heißt „Crash Kurs NRW“ und richtet sich direkt und emotional an 16- bis 19-Jährige.

Junge Menschen haben ein vielfach erhöhtes Risiko, bei einem Verkehrsunfall schwerstverletzt oder gar getötet zu werden. Jedes Jahr sterben in Nordrhein-Westfalen über 100 Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren. Im Kreis Höxter mussten in den letzten zehn Jahren 30 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren, mehr als eine ganze Schulklasse, ihr Leben lassen.

Mit dem Konzept „Crash Kurs NRW“ geht die Polizei mit Partnern neue Wege in der Verkehrsunfallprävention. „Crash Kurs NRW“ zeigte jetzt in einer Bühnenveranstaltung am Gymnasium St. Xaver vor 220 Schülerinnen und Schülern mit eindringlichen Bildern und emotionalen Berichten, dass Verkehrsunfälle ihre Ursachen haben. Es wird vermittelt, dass Verkehrsunfälle nicht einfach nur so passieren, sondern weil Verkehrsteilnehmer Regeln missachtet haben. Damit sind sie vermeidbar. Die Botschaft ist so einfach wie wirkungsvoll: „Nur wenn wir uns im Straßenverkehr an die Regeln hält, schützen wir Leben – das der anderen und unser eigenes“.

Unfälle mit Getöteten und Schwerstverletzten sind in über 50 % der Fälle auf überhöhte Geschwindigkeit, Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes und Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinwirkung zurückzuführen.

Beteiligte erzählten von ihren oft bewegenden Erlebnissen am Unfallort (v.l.n.r.): Markus Tewes, Stefan Nostiz, Alfred Menzel, Notfallseelsorger Pater Thomas Wunram und Notärztin Dr. Martina Krüger Das Besondere des Projektes ist es, dass Jugendliche emotional angesprochen und bewegt werden. Notärzte, Rettungssanitäter, Notfallseelsorger, Feuerwehrleute, Polizisten und auch Angehörige von Unfallopfern schildern als direkt Betroffene ihre Erlebnisse und ganz persönlichen Erfahrungen mit schwersten Verkehrsunfällen. Damit sprechen sie direkt die Gefühle an und aktivieren das Vorstellungsvermögen der jugendlichen Zuhörer. Ohne erhobenen Zeigefinger wird den Jugendlichen mit diesen Schilderungen und dem Zusammenhang mit der Unfallursache deutlich gemacht, wie lebensgefährlich riskantes Verhalten im Straßenverkehr ist.

Aus den bisherigen praktischen Erfahrungen ist bekannt, dass die Botschaft bei den Jugendlichen ankommt. Die Wirkungen dieses Konzeptes werden zudem wissenschaftlich im Rahmen einer Evaluation untersucht.

Das Konzept richtet sich grundsätzlich an die Jugendlichen in den Jahrgangsstufen 10 und 11. Sie sind schon im Besitz einer Fahrerlaubnis oder stehen oftmals kurz vor der Fahrausbildung. Aber auch als Zielgruppe der Mitfahrer in Fahrzeugen soll diese Altersgruppe auf Verhaltensweisen für sich und andere im Straßenverkehr Einfluss nehmen. Dazu gehört das eigenverantwortliche Anschnallen in Fahrzeugen, dem Fahrer seine Angst mitzuteilen, wenn dieser schnell und unbeherrscht fährt, und auch nicht mit einem Fahrer mitzufahren, der Drogen oder Alkohol zu sich genommen hat. Eigenverantwortung der Mitfahrer heißt auch, auf der Rücksitzbank keine „Fete“ zu veranstalten, denn dies kann den Fahrer ablenken und zu schwersten Unfällen führen.

Ziel der Kreispolizeibehörde Höxter ist es, mit diesem Konzept „Crash Kurs NRW“ eine komplette Jahrgangsstufe im Kreis Höxter nachhaltig zu erreichen. Dazu wird eine enge Kooperation mit den
weiterführenden Schulen im Kreisgebiet angestrebt.

Informationen über das Verkehrspräventionskonzept finden sich auch auf der Internetseite www.crashkurs.nrw.de

 

 

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