Schule und Erziehung

Kreative „Verstöße“ gegen das 7. Gebot

Die jungen Künstlerinnen und Künstler im Foyer der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Konrad-Martin-Haus in Paderborn. Paderborn, 6. November 2012.  „Du sollst nicht stehlen“, so lautet das siebte der biblischen Zehn Gebote. Das Kopieren oder Verfremden von bekannten Werken hat jedoch in der Kunst eine lange Tradition. Auch die Schülerinnen und Schüler der St.-Ursula-Realschule Attendorn haben sich deshalb mit bekannten Kunstwerken auseinandergesetzt und sie anschließend „kreativ zitiert“. Diese Kunstzitate sind jetzt unter dem Titel „Alles nur geklaut. Erlaubte Verstöße gegen das 7. Gebot“ im Konrad-Martin-Haus am Kleinen Domplatz in Paderborn zu sehen.

Monsignore Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat, wurde bei einem Besuch der St.-Ursula-Schule in Attendorn auf die Werke der Schüler aufmerksam, die diese in ihren Kunstkursen angefertigt hatten. Die Originalität der Arbeiten begeisterte Msgr. Göbel so sehr, dass er die Schülerinnen und Schüler spontan einlud, die Bilder und
Installationen in Paderborn auszustellen.


Minnie Maus macht im Gemälde von Henri Matisse eine gute Figur.  „Hier im Konrad-Martin-Haus arbeiten in der Hauptabteilung Schule und Erziehung jeden Tag viele Menschen für die Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn. Es ist toll, dass wir jetzt auch einmal sehen können, was im konkreten Schulalltag entsteht“, so Msgr. Göbel bei der Eröffnung der Ausstellung.

Das Fach Kunst stellt ganz im Sinne des Leitbildes für die katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn einen wichtigen Bestandteil ganzheitlicher Bildung des Menschen dar. „Der Kunstunterricht ist mit zwei Stunden pro Woche zwar nur ein Nebenfach, aber umso mehr freuen sich die Schülerinnen und Schüler sowie mein Kollege Rudolf Schmidt und ich, dass die spannenden Arbeiten jetzt so gewürdigt werden und hier eine breite Öffentlichkeit finden“, erklärte die verantwortliche Kunstlehrerin Monika Bürmann.

Inhaltlich beantworten die präsentierten Werke bisher ungestellte Fragen: Wie hätte Picasso wohl die Mona Lisa gemalt? Einige Schülerinnen und Schüler haben sich dazu Gedanken gemacht und ihre Vorstellung mit bunten Farben verewigt.

Warum sollte die Dame, die August Macke im Original lesend malte, nicht auch einen Kaffee am Fuße des Eiffelturms trinken?Weitere thematische Schwerpunkte der Ausstellung zeigen unter anderem, wie es aussieht, wenn bekannte Kunstwerke auf Comic-Helden treffen, oder warum „Der Schrei“ von Edvard Munch auch im Fast-Food-Imbiss zu sehen und zu hören sein könnte.

 Nicht zuletzt schmückt nun eine Installation aus Regenschirmen und bekannten Kunstwerken als Regentropfen das Treppenhaus des Konrad-Martin-Hauses. Damit der Betrachter das künstlerische
Geschick des jeweiligen „Kopisten“ beurteilen kann, hängt zum Vergleich bei jedem Werk eine Miniatur des ursprünglichen Bildes.

Die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler der St.-Ursula-Realschule Attendorn sind in den nächsten Monaten im Foyer und im Flur der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat während der Öffnungszeiten des Konrad-Martin-Hauses zu sehen.

 

 

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