Schule und Erziehung

Ein bewegendes Ereignis, das die Schule wie kein zweites prägte: Romfahrt 2012 der Schulen der Brede

Rom/ Brakel 30.10.2012 Das 25 Meter lange Rombanner ist wieder eingerollt, die Rom-T-Shirts sind fein säuberlich gebügelt in den Kleiderschränken verstaut, die Tuben mit Sonnencreme für den kommenden Sommer gut weggelegt.

Gruppenfoto vor beeindruckender Kulisse: Am letzten Romtag stellten sich alle Romfahrerinnen und Romfahrer vor dem Petersdom zum großen Gruppenfoto auf. Doch während die Reiseutensilien längst wieder in Kisten und Schubladen verstaut worden sind, befinden sich die Gedanken der 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer noch bei dem einmaligen und bewegenden Ereignis, das die Schulgemeinschaft der Schulen der Brede aus Brakel vor einigen Wochen wie kein zweites zuvor geprägt hat: der Romfahrt 2012!

Noch immer ist die Fahrt auf den Fluren der Schulen ein herausragendes Gesprächsthema: So erreichte in diesen Tagen ein Dankesbrief aus dem Vatikan die Großmutter unseres Schülers Florian Derenthal (Q2). Im Auftrag seiner Oma hatte dieser dem Heiligen Vater über Bischof Clemens und Rektor Hövelborn ein Paar selbstgestrickter, warmer Socken zukommen lassen. Der italienische Winter kann also kommen!

Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz 

Mit einem 25 Meter langen Banner begrüßten die Rompilger der Brede den Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI. Sogar bis ins vatikanische Fernsehen schaffte es dieser herzliche und ungewöhnliche Gruß. Und auch der Höhepunkt der gesamten Fahrt, die vom 21. Bis zum 28. September 2012 stattfand, war ohne Zweifel das Zusammentreffen mit Papst Benedikt XVI. während der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Vielleicht haben die Romfahrer dabei sogar ein wenig Petersplatzgeschichte geschrieben: Denn mit ihrem begeisterten Jubel waren sie mit deutlichem Abstand die Lautesten unter allen Gruppen, die namentlich genannt wurden. Auch Papst Benedikt XVI. freute sich besonders über die Pilger aus seinem Heimatland Deutschland und erwähnte die Brakeler zu deren Freude persönlich. Üblicherweise werden nämlich die Pilgergruppen aus den einzelnen Staaten in ihrer Landessprache verlesen. Laut brandete der Jubel auf, als die Schulen der Brede an die Reihe kamen. Sogleich stimmten die Schüler ihre Liedzeile „Wir sind alle von der Brede, grüßen dich, Papst Benedikt!“ an. Unterstützt wurden die herzlichen Grüße an den Papst durch ein riesiges Banner  mit der Aufschrift „Schulen der Brede grüßen Rom und Papst Benedikt!“, welches einige Lehrer, Eltern und Schüler im hinteren Bereich des Petersplatzes entrollt hatten und das auch im vatikanischen TV gezeigt worden ist.

Festlicher Gottesdienst im Petersdom

Ebenfalls in unauslöschlicher Erinnerung bleiben wird allen Mitreisenden der festliche Gottesdienst im Petersdom, den die Gruppe am vierten Reisetag feierte. Der 1500-köpfigen Breden-Delegation wurde somit die besondere und seltene Ehre zuteil, das Zentrum des katholischen Glaubens nicht etwa nur zu besichtigen, sondern vielmehr eine Eucharistiefeier darin zu erleben, die Bischof Clemens zelebrierte und bei der dieser von Rektor Franz-Josef Hövelborn unterstützt wurde. Zur beeindruckenden Zeremonie im reservierten Gotteshaus trugen sehr viele Mitwirkende aus dem gesamten Teilnehmerkreis (unter anderem ein eigens gegründeter „Chor für Rom“) bei.

Schülerinnen und Schüler als "Expertenteam"

Eine der faszinierendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Rom ist sicherlich das Kolosseum, das Meike, Milena, Marisa, Kira, Lena und Lara (v.l.) aus der Q2 des Gymnasiums Brede hier bestaunen. Zur Erkundung der schier unerschöpflichen Sehenswürdigkeiten der Stadt Rom hatte sich ein eigens gegründetes Vorbereitungsteam eine besondere Methode ausgedacht: Eine entscheidende Rolle spielten dabei jene Schülerinnen und Schüler, die sich während der so genannten „Expertenfahrt“ im vergangenen April gründlich darauf vorbereitet hatten, ihren Mitschülerinnen und Mitschülern die verschiedenen Sehenswürdigkeiten Roms näher zu bringen. Die Expertinnen und Experten bewiesen dabei eine sehr gute Sachkenntnis und tadellose Vorbereitung.

Als besonders eindrucksvoll empfanden die Breden-Reisenden in diesem Zusammenhang das Kolosseum, ein Amphitheater, welches seinerzeit etwa 50000 Besuchern Platz geboten haben dürfte. In diesem Wahrzeichen der Stadt Rom wurden sogar opulente Seeschlachten nachgestellt; staunend betrachteten die Besucher die Reste des ehemaligen Flutungssystems, welches dieses Spektakel erst möglich machte.

Organisatorische Herausforderungen

Die Romfahrt der Schulen der Brede war über Wochen mit Sicherheit das bestimmende Thema der Stadt Brakel und des Umlandes. Vor allem die Abreise, für die der Bredenweg für die insgesamt 27 Busse stundenlang vollständig gesperrt wurde, entwickelte sich zu einem aufregenden Spektakel. In Rom selbst entstand unter den Romreisenden selbst sehr schnell ein besonderes Gemeinschaftsgefühl, das entscheidend dazu beigetragen hat, dass kleinere und auch größere Schwierigkeiten gelöst werden konnten.

Und so blickt der Organisator der Fahrt, der stellvertretende Schulleiter Matthias Koch, zufrieden und begeistert auf die einwöchige Romfahrt zurück, betont dabei vor allem die besondere gemeinschaftsstärkende Wirkung einer solchen Fahrt. Ob es eine Wiederholung geben wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Die Entscheidung eilt auch nicht, da die nächste Romfahrt frühestens in sieben Jahren stattfinden würde.

Text und Fotos: Kai Hasenbein; Schulen der Brede

 

 

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