Schule und Erziehung

Ursulinengymnasium Werl als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet!

Dr. Josef Beutelmann (r.), Vorsitzender des Vorstandes des Berufsbildungswerks, überreichte der Werler Delegation die Auszeichnung: Schulleiter Werner Grote, Konstatin Kublik, Dr. Stephan Kienast, Isabell Ebeling (v.l.n.r.). Dortmund/ Werl, 29.10.2012 „Wir brauchen die Besten und die Guten – alle!“ - starke Worte, die da in den Westfalenhallen gebraucht wurden. Gehört werden konnten sie im Rahmen des Festaktes, der anlässlich der Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“ in Dortmund stattfand. Neben dem Ursulinengymnasium wurden 31 weitere Schulen mit diesem Titel ausgezeichnet. Starke Worte, die aber auch einen bedeutsamen Hintergrund haben. In immer kürzeren Abständen erscheinen Meldungen, die den Mangel an Nachwuchskräften im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) thematisieren. Hier setzt die Initiative „MINT Zukunft schaffen“ an. Verbände, Firmen, Vereine und Universitäten haben es sich unter Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin zur Aufgabe gemacht, junge Menschen möglichst früh für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern. Dazu werden Schulen, die sich in besonderer Weise um diese Begeisterung verdient gemacht haben, unterstützt – u. a. mit der gerade verliehenen Auszeichnung.

Überzeugende Konzeption am Ursulinengymnasium

Es war das vorläufige glückliche Ende eines langen Prozesses. Viele Einzelprojekte mussten auf den Weg gebracht und miteinander verknüpft werden. Denn nur Schulen mit einem schlüssigen  Gesamtkonzept können die begehrte Auszeichnung erlangen. Neben formalen Aspekten (Festschreibung einer Schwerpunktbildung im MINT-Bereich im Schulprogramm und Benennung eines verantwortlichen für Entwicklung und Vertiefung des MINT-Profils) spielte die Organisation des „klassischen naturwissenschaftlichen Unterrichts“ eine große Rolle. Hier konnte das Ursulinengymnasium mit dem Projekt „URSULAB“ punkten. Der zusätzlich stattfindende Laborunterricht ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, ihre experimentellen Fähigkeiten und Fertigkeiten in der hierfür nötigen Ruhe zu verbessern. Für die Auszeichnung wurden aber auch Angebote verlangt, die über die Lehrpläne und Richtlinien hinausgehen. In diesem Zusammenhang überzeugte das Ursulinengymnasium mit dem Projekt „π – Nat“. Bei dieser Zusammenstellung von Projekten zur Individuellen Förderung in den NATurwissenschaften ist für jeden etwas dabei: Regelmäßig stattfindende Arbeitsgemeinschaften mit den Titeln „Robotiks“, „Chemiemedia“ oder „Freies experimentieren“, schulinterne Wettbewerbe wie „EXKURS“ oder die regelmäßige Teilnahme an externen Wettbewerben wie der „Chemie-Olympiade“, dem Wettbewerb „Gedankenblitz“, „Mathe-Kaenguru“ oder „Schüler experimentieren“ lassen die Herzen interessierter Schülerinnen und Schüler höher schlagen. Das überzeugte auch die Juroren. Nicht vergessen werden dürfen da auch die externen Partner wie die „TU Dortmund“, die „Universität Bremen“, die „Universität Duisburg-Essen“ oder die Firma „Hillebrand Galvanotechnik“ deren Einbeziehung in die Unterrichtsgestaltung von MINT-Initiative erwartet wurde.

Kriterienkatalog mit 14 Punkten

Insgesamt musste das Ursulinengymnasium einen Katalog von 14 Kriterien erfüllen, nicht gerade einfach, aber es hat geklappt. Nun gehören sie also dazu – zu den Besten und den Guten. Das ist ein Grund zu großer Freude, aber gleichzeitig ist es auch ein Ansporn, den Prozess fortzuführen. Ideen gibt es noch genug. Nun geht es darum, diese Ideen Wirklichkeit werden zulassen. Und mit einer solchen Auszeichnung im Rücken macht die anstehende Arbeit doppelt Spaß.

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