Schule und Erziehung

Zeugnis für ein engagiertes Handeln in der Welt. Erzbischof John Ribataus Papua Neuguinea zu Gast am Gymnasium St. Xaver

Erzbischof John Ribat (2.v.r.) in Bad Driburg mit (v.l.) Christoph Paetzold, Dolmetscherin Karin Rademacher und Schulleiter Dr. Peter Kleine während seines Besuchs des Gymnasiums St. Xaver. Bad Driburg/ Paderborn, 7.10.2012 Im Rahmen der Eröffnung des Monats der Weltmission im Erzbistum Paderborn besuchte John Ribat, Erzbischof von Port Moresby und Vorsitzender der Bischofskonferenz von Papua Neuguinea, am Freitag, den 28. September 2012, das Gymnasium St. Xaver in Bad Driburg. Dabei berichtete er in einem eindrucksvollen Vortrag vor Schülern der Jahrgangsstufe 9 über die Situation der Menschen in seinem Land, ihren Lebensmut und ihren Glauben. Auf die anschließenden Fragen der Schüler wusste er darüber hinaus ausführlich Antwort zu geben, so dass nicht nur ein lebendiges Bild vom Leben der Menschen in Papua Neuguinea gezeichnet wurde, sondern darüber hinaus auch ihre Hoffnung und ihr Einsatz für ein menschenwürdigeres Dasein in dem Inselstaat deutlich wurde.

Ein Blick in die Geographiebücher der Jahrgangsstufe 9 zur Vorbereitung des Besuchs von Erzbischof John Ribat stimmte nachdenklich: Tabellen und Graphiken zeugten von einem niedrigen Bruttoinlandsprodukt und einer hohen Analphabetenrate in Papua Neuguinea. Allerdings handelte es sich hierbei um bloße Statistiken, die keine konkreten Vorstellungen vom Leben der Menschen in dem Inselstaat vermitteln konnten. Umso besser verstand es John Ribat während seines Vortrags vor Schülern der Jahrgangsstufe 9, ein anschauliches und lebendiges Bild von der Realität in Papua Neuguinea zu zeichnen. Er berichtete auf der einen Seite von den vielen unterschiedlichen Volksgruppen und der reichen Kultur in seinem Heimatland, machte auf der anderen Seite aber auch auf die Probleme der Menschen, die zahlreichen Konflikte zwischen einzelnen Clans und die Ausbeutung von Rohstoffen durch internationale Wirtschaftsunternehmen aufmerksam. Vor allem aber dürfte den anwesenden Schülern das persönliche Zeugnis des Erzbischofs in Erinnerung bleiben. Während einer Gesprächsrunde im Anschluss an seinen Vortrag verwies er immer wieder auf das Handeln vieler Menschen in Papua Neuguinea, die sich aus ihrem Glauben heraus trotz großer  Widerstände tagtäglich in kleinen, aber richtungsweisenden Projekten für eine andere, menschenwürdigere Wirklichkeit erfolgreich engagieren. Damit führte er zugleich vor Augen, dass mit Geduld und Standhaftigkeit nach und nach eine andere, mitmenschlichere Welt geschaffen werden kann, − eine Botschaft, die angesichts der vielen lähmenden Hiobsbotschaften in unserer Zeit aufrüttelnd erscheint und Mut zum Handeln machen dürfte.

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