Schule und Erziehung

Schulen als Hoffnungsträger für die Kirche

Weihbischof Matthias König (3. v. r.)und Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß (5. v. r.) im Kreis der Religionslehrer des Dekanats und Vertretern aus den Pastoralverbünden sowie Roland Gottwald (l.), Hauptabteilung Schule und Erziehung, Paderborn.© dssl Finnentrop, 26.6.2014 „Eine wichtige Rolle fällt den Religionslehrern zu, den jungen Menschen die Grundwerte des Glaubens näher zu bringen“, begrüßte Finnentrops Bürgermeisters Dietmar Heß Weihbischof Matthias König und die Religionslehrer des Dekanats Südsauerland in der Mensa des Schulzentrums. Weihbischof König bedankte sich besonders bei Heß und sah darin ein Zeichen für das gute Miteinander von Kirche und Kommune in Finnentrop. Anlässlich der Visitationsreise von Weihbischof König fand die Begegnung mit den Religionslehrern in Finnentrop statt.

„Wir freuen uns über die, die gekommen sind“, fasste Monsignore Bernhard Schröder (Dekanatskatechet) zusammen und leitete zur Bedeutung des Treffens über: „Religionslehrer haben einen wichtigen Auftrag zur Glaubensweitergabe. Die beste Erziehung für einen jungen Christen ist das Elternhaus, doch da gibt es heute Ausfälle.“ Bürgermeister Heß sprach sogar vom „Reparaturbetrieb für gesellschaftliche Verfehlungen.“

Im Dekanat Südsauerland gibt es 64 Schulen (Amtliche Schuldaten des Landes NRW 2013), darunter 21 katholische Bekenntnisschulen, 3 katholische Gymnasien, 1 Bistums-Realschule und 1 Bistums-Gymnasium. 14.507 Schüler katholischer Konfession wurden 2013 gezählt. Der Vergleich zur Erhebung von 2008 (17159 Schüler) verdeutlicht den starken Rückgang. Im Dekanat unterrichten 372 Lehrer katholische Religion, die meisten davon an Grundschulen (159).

„Wir blicken auf Pastorale Orte der Zukunft – da ist die Schule ein ganz besonderer Ort“, stellte Roland Gottwald (Schulrat i. K.) von der Hauptabteilung Schule und Erziehung des Erzbistums Paderborn die Bedeutung der Schulen in den Vordergrund: „Für die Kirche sind Schulen auch Hoffnungsträger und die Religionslehrer die Brückenbauer.“

Auch für die Pastoralverbünde wachsen neue Aufgaben in der Zusammenarbeit zwischen Grundschulen und Gemeinden. „Eine Chance, wenn man es behutsam aufbaut“, so Weihbischof König und Roland Gottwald ergänzte: „Wir müssen als Kirche in die Schule gehen. Nur dort erreichen wir ein Potenzial, das wir sonst nie wiedersehen.“ Deshalb sei die Kommunikation und der Wissensaustausch zwischen Gemeinde und Schule so wichtig, betonte Pfarrer Ludger Wollweber (stellv. Dechant). Eine entsprechende Fachkonferenz "Kirche und Schule" (oder "Schulpastoral") soll daher wiederbelebt werden.

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