Schule und Erziehung

„Das Wohl der Domkirche und des Domkapitels fördern“

Generalvikar Alfons Hardt setzte als Domdechant dem neuen Dompropst Monsignore Joachim Göbel das Birett auf als Zeichen der Einführung in sein neues Amt.pdp Paderborn, 13.6.2014 (pdp). Als Domdechant führte Generalvikar Alfons Hardt am Donnerstag zu Beginn eines feierlichen Vespergottesdienstes im Hohen Dom Monsignore Joachim Göbel in sein Amt als neuen Dompropst des Paderborner Metropolitankapitels ein. Die wahlberechtigten Mitglieder des Paderborner Metropolitankapitels hatten den Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn am 15. Mai 2014 als neuen Dompropst an ihre Spitze gewählt. Erzbischof Hans-Josef Becker hatte die Entscheidung der residierenden Domkapitulare bestätigt. Msgr. Joachim Göbel ist in diesem Amt Nachfolger von Weihbischof Manfred Grothe, dessen Amtsverzicht aus Anlass seines 75. Geburtstages Erzbischof Becker zum 1. Mai angenommen hatte.

Generalvikar Alfons Hardt informierte zu Beginn der Einführungszeremonie über die Aufgaben des Paderborner Metropolitankapitels und speziell des Dompropstes. Zugleich würdigte er das Engagement von Weihbischof Manfred Grothe als bisherigen Dompropst: „Im Namen des Metropolitankapitels unserer Domkirche darf ich dir ein herzliches Dankeschön und Vergelts Gott sagen für deinen Dienst als Dompropst. Vor gut einem Jahr hast du die verantwortungsvolle Aufgabe des ‚ersten Dignitär’ übernommen und bist sie mit viel Engagement und Sorgfalt angegangen, so wie wir es von dir kennen und gewohnt sind. Als ‚primus inter pares’ (‚Erster unter Gleichen’) hast du mit der dir eigenen Souveränität die Anliegen der Domherren und der zahlreichen Mitarbeiter der Hohen Domkirche moderiert und entschieden. Unaufgeregt hast du dich auch großen Herausforderungen gestellt, so beispielsweise der umfangreichen Sanierung des Daches des Hohen Domes. Das wird uns und deinen Nachfolger auch noch eine Weile begleiten und für alle sichtbar sein."

Zum Abschluss der Einführungsfeier tauschte der neue Dompropst mit den Domkapitularen und Domvikaren den Friedensgruß. Hier der neue Dompropst Monsignore Joachim Göbel mit seinem Vorgänger im Amt des Dompropstes, Weihbischof Manfred Grothe. rechts: Domdechant Generalvikar Alfons Hardt.pdpDann sprach der neue Dompropst vor den versammelten Mitgliedern des Metropolitankapitels das Glaubensbekenntnis und legte das Versprechen auf die Statuten des Metropolitankapitels ab. Msgr. Göbel sagte: „Ich verspreche und gelobe, dass ich die geltenden Statuten, Ordnungen, Beschlüsse und Privilegien des Kapitels sowie die rechtmäßigen Gewohnheiten der Paderborner Metropolitankirche treu bewahren werde. Den Nutzen und das Wohl der Domkirche und des Kapitels will ich mit all meinen Kräften verteidigen, hüten und fördern. Die Verschwiegenheit in geheim zu haltenden Angelegenheiten des Kapitels werde ich wahren. Als Propst werde ich darüber wachen, dass im Kapitel und in der Metropolitankirche nicht gegen kirchliches Recht oder die rechtmäßigen Statuten verstoßen wird, die Autorität und das Ansehen der Kirche nicht Schaden nehmen und kein Ärgernis entsteht, dass vielmehr die Metropolitankirche in jeder Hinsicht den übrigen Kirchen der Erzdiözese ein Beispiel gibt. Mit gebührendem Einsatz werde ich Sorge tragen, dass die Rechte und die Güter des Metropolitankapitels und der Hohen Domkirche, seien es geistliche oder zeitliche, nicht verloren gehen oder gemindert werden. Das alles verspreche und gelobe ich heute, so wahr mir Gott helfe und dieses sein heiliges Evangelium."

Im Anschluss wurde dem neuen Dompropst von Generalvikar Hardt dessen Birett aufgesetzt. Der Domdechant sagte: „Da du durch das Versprechen die Statuten und Ordnungen unseres Kapitels anerkannt hast, führe ich dich als Propst der Paderborner Metropolitankirche durch das Aufsetzen des Biretts in dein Amt ein." Als weiteres Element der Installierung des neuen Dompropstes führte Domdechant Generalvikar Hardt Monsignore Göbel zum Platz des Dompropstes im Chorgestühl des Hohen Domes. Dazu sagte er: „Hier ist dein Platz im Chorgestühl, hier sollst du zum Vater des Erbarmens beten und den dreifaltigen Gott in Hymnen und Liedern loben, wenn wir in diesem Gotteshaus unserer Verpflichtung zum Gottesdienst nachkommen." Zum Abschluss der feierlichen Installierung tauschte Dompropst Monsignore Joachim Göbel mit den anderen Mitgliedern des Domkapitels, den Domkapitularen und Domvikaren den Friedensgruß aus.

Zu Beginn des Kapitelsamtes hatten sich die Mitglieder des Paderborner Metropolitankapitels im Altarraum versammelt. Hier sprach der neue Dompropst das Glaubensbekenntnis und legte den Amtseid ab.pdpIm Anschluss feierte Monsignore. Joachim Göbel erstmals als Dompropst einen Vespergottesdienst im Hohen Dom. Die Hohe Domkirche präge nicht allein das Stadtbild von Paderborn, vielmehr sei sie auch die Kathedrale des Erzbischofs, sagte er in seiner Ansprache im Gottesdienst. Die Hohe Domkirche sei ein historisches und kulturelles Erbe von höchstem Wert, stifte Identität, präge und gestalte das öffentliche Leben mit und erweise sich somit als Erbe und Auftrag zugleich. „Gemeinsam gilt es, dieses Erbe zu bewahren und vor allem weiter zu entwickeln", so Dompropst Göbel. Dabei sei es in keiner Zeit ein „gutes Rezept" gewesen, ein Erbe zu konservieren. „Ererbtes müssen wir erwerben, wir haben es nur, wenn wir es uns aneignen und damit leben. ‚Leben’ aber heißt, sich entwickeln, sich verändern und vorangehen. Ein Dom, der nur verwaltet wird, wird zum Museum – kunsthistorisch bedeutsam, aber geistlich bedeutungslos und somit seiner Ausstrahlungskraft beraubt."

Nach dem Segen im Vespergottesdienst zogen die Mitglieder des Paderborner Metropolitankapitels in den Kapitelssaal. Auch dort wurde Monsignore Joachim Göbel sein neuer Platz als Dompropst zugewiesen. „Dies wird dein Platz bei den Sitzungen des Kapitels sein. Als Mitglied des Metropolitankapitels unserer altehrwürdigen Domkirche erwarten wir von dir, dass du uns mit all deinen Fähigkeiten ein guter und loyaler Ratgeber sein wirst", sagte Domdechant Generalvikar Alfons Hardt zum neuen Dompropst.

Beim anschließenden, einmal jährlich stattfindenden Generalkapitel sagte Dompropst Göbel: „Ich habe die Wahl gerne angenommen und mich über das ausgesprochene Vertrauen gefreut. Herzlich sage ich dem Kapitel ‚danke’ für dieses Zutrauen und verspreche, meine Talente in diese Aufgabe einzubringen." Ein Dompropst könne seine Aufgaben dann am besten erfüllen, „wenn das Kapitel wohlwollend, kritisch und verantwortungsbewusst seine Aufgabe wahrnimmt".

Zum Paderborner Metropolitankapitel gehören der Dompropst, der Domdechant, acht in Paderborn residierende Domkapitulare und vier nichtresidierende Domkapitulare, die zugleich Pfarrer sind. Das Kapitel trägt Sorge für die Liturgie im Hohen Dom. In dem Fall, dass der erzbischöfliche Stuhl durch Rücktritt oder Tod des Bischofs unbesetzt ist (Sedisvakanz), wählt das Metropolitankapitel den neuen Erzbischof. Als so genanntes Konsultorenkollegium bestimmt es den Diözesanadministrator, der während einer Sedisvakanz das Erzbistum leitet; außerdem hat es als Konsultorenkollegium ein Beispruchsrecht in bestimmten Vermögensangelegenheiten des Erzbistums.

 

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