Schule und Erziehung

„Die Tür zum Himmel weit öffnen!“

Erzbischof Hans-Josef Becker (l.) und Dompropst Joachim Göbel (r.) freuen sich mit den Referentinnen und Referenten der Schulabteilung auf die Begegnung mit den jungen Religionslehrerinnen und -lehrern. Paderborn, 9.11.2018 Erzbischof Hans-Josef Becker hat an 40 Religionslehrerinnen und Religionslehrer in der Krypta des Hohen Doms die Missio canonica, die kirchliche Beauftragung zum Dienst der Verkündigung im katholischen Religionsunterricht, verliehen.

In seiner Predigt anläßlich der Verleihung der Missio canonica erinnert Erzbischof Becker an die Nähe der Begriffe Missio und Mission: „Unser kirchliches Handeln ist immer ganz wesentlich missionarisch! Immer sind wir als getaufte und gefirmte Christen in die Welt gesandt, um das Evangelium zu verbreiten, gerade auch Sie als Religionslehrer. Wir sind „Missionare ohne Schiff“, wie die französische Mystikerin und Sozialarbeiterin Madeleine Delbrêl sagt. Mit all unseren individuellen Gaben, Charismen und Kompetenzen.“

Erzbischof Becker erinnert an den Salzburger Theologen Clemens Sedmark, für den der Religionsunterricht das Ziel hat, die „Tür zum Himmel weit öffnen“. Es gehe nicht nur um Wissensvermittlung und erst recht nicht nur um das Verbreiten von persönlichen Einsichten und Träumereien! Der Religionslehrer sei Verkünder einer Botschaft, die er selbst von anderswo her empfangen habe. Er handle mit seiner ganzen Existenz und seiner unverwechselbaren Persönlichkeit.

Für Erzbischof Becker ist Religionsunterricht immer auch mit Zeugenschaft verbunden. Daher bestärkt er die Religionslehrerinnen und Religionslehrer: „Die missionarische Sendung, die ich Ihnen heute als Erzbischof von Paderborn übergebe, hat sehr viel mit dieser engagierten Zeugenschaft zu tun. Ich bin daher voller Freude und dankbar, dass Sie diesen Weg gemeinsam mit uns gehen wollen. Wir brauchen Menschen wie Sie, die voller Leben, Frische und Fantasie sind. Die sich begeistern lassen von Jesus Christus und die selbst für ihn begeistern wollen.“

Alle Teilnehmenden hatten sich bereits am Vormittag zum einem gemeinsamen Auftakt im Forum St. Liborius getroffen und wurden dort von Dompropst Msgr. Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung, begrüßt. Das Programm des Vormittags war geprägt von der Auseinandersetzung mit dem "Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn" und der Frage nach der spirituellen Dimension des (Religions-) Lehrerin- und Lehrerseins. In einer zweiten Einheit hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, mit Katrin Holthaus (Grundschule), Alexander Schmidt (Sekundarstufe I), Dr. Stefan Klug (Gymnasium, Gesamtschule) sowie Dr. Siegfried Meier (Berufskolleg) die schulformspezifischen Referentinnen und Referenten der Religionspädagogik kennenzulernen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen erkundeten die Teilnehmer den Hohen Dom zu Paderborn unter der fachkundigen Domführung von Caspar Lahme, Clemens Schäfers und Hermann-Josef Vogt. Die Domführung legte ihren Schwerpunkt auf die Fragestellung, in welchen Ausdrucksformen frühere Generationen ihren Glauben in Baukonzeptionen und liturgischen Gegenständen zum Ausdruck gebracht haben. Zu diesem Programmpunkt sowie zur anschließenden Feier der Hl. Messe waren auch die Angehörigen eingeladen.

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