Schule und Erziehung

Evaluation des Leitbilds

Der Schulbeirat umfasst alle Gruppierungen im Handlungsfeld Schule.Paderborn, 18.1.2018 Zu seiner ersten Sitzung konnte Benedikt Bohn als stellvertretender Hauptabteilungsleiter die Mitglieder des Schulbeirats begrüßen, die zu ihrer ersten Sitzung der neuen Sitzungsperiode in Paderborn zusammen gekommen waren. Er übermittelte die Grüße von Dompropst Joachim Göbel, der kurzfristig einen Termin des Katholischen Büros in Düsseldorf wahrnehmen musste.

Im Jahr 2010 wurde das Leitbild der katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn durch Erzbischof Hans-Josef Becker in Kraft gesetzt. In dieser ersten Arbeitssitzung sollten die Mitglieder des Schulbeirates aus Ihrer Sicht beurteilen, wie dieses Leitbild in den letzten Jahren in den einzelnen Schulen umgesetzt wurde. Was hat sich bewährt, aber vor allem, was fehlt im Leitbild, welche Aspekte des Zukunftsbildes des Erzbistums Paderborn sollen berücksichtigt werden? Diese Fragestellungen sollen die prägenden Leitmotive der aktuellen Sitzungsperiode werden.

Übereinstimmung herrschte unter allen Teilnehmenden, dass alle sieben Themenfelder des Leitbildes durch zahlreiche Projekte und Angebote in den einzelnen Schulen konkretisiert werden. Die Angebote und Projekte in den religiösen, sozialen und pädagogischen Bereichen werden als sehr bereichernd für das Schulleben empfunden. Durch die Umsetzung des Leitbildes erleben die verschiedenen Akteure ihre Schule nicht nur als Lern-, sondern als Lebensraum.

Im Hinblick auf die konkrete Umsetzung des Leitbildes konnten die Teilnehmer sehr unterschiedliche Erfahrungen in die Diskussion einbringen. So fordert das Leitbild: „Auf die Versorgung der Schüler legt die Schule großen Wert.“ Hier berichteten einige etwa über eine sehr gut ausgebaute Cafeteria in ihrer Schule, andere kritisierten ein mangelndes Raumangebot oder zu hohe Preise. Die vom Leitbild eingeforderte Ressourcenschonung scheitere mitunter an den Realitäten der Mülltrennung.

In einem ersten Aufriss bewerteten Teilnehmer den Dialog mit nicht kirchlich sozialisierten oder mit muslimischen Schülerinnen und Schülern als besondere Herausforderung für ein überarbeitetes Leitbild. Wie kann Schule als pastoraler Ort seine Wirkung entfalten? Welches Verhältnis kann dieser Ort zur lokalen Kirchengemeinde entwickeln? Hier sei zunächst eine Rollenklarheit gefordert.

Stichwort Schulbeirat

Am 13. September 2010 hat Erzbischof Hans-Josef Becker das Leitbild für Katholische Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn in Kraft gesetzt. Ausgehend von dem dort formulierten Bild der Schulgemeinde als Weggemeinschaft von Lehrenden, Lernenden und Erziehenden ist die Idee entwickelt worden, einen Schulbeirat einzurichten, der in Fragen der Weiterentwicklung der Katholischen Schulen sowie in allgemeinen schulpolitischen Fragestellungen berät und seinerseits Anregungen zur Schulentwicklung der Erzbischöflichen Schulen im Sinne des Leitbilds formuliert.

Der Schulbeirat ist dann 2012 durch den Generalvikar konstituiert worden. Er vereinigt alle Gruppen, die am Schulleben beteiligt sind: Lehrer-, Schüler- und Elternvertreter, Schulsozialarbeit, Schulpastoral und Schulleitung sowie Vertreter des nicht lehrenden Personals sind ad personam vom Generalvikar berufen und sollen ihren persönlichen Sachverstand, ihr Wissen und ihre Erfahrungen in die Beratungen einbringen. Der Schulbeirat löste damals ein älteres Gremium ab, das eher einen politischen Stellenwert entfalten sollte.

In seiner noch jungen Geschichte hat der Schulbeirat schon eine gewisse Bedeutung entwickeln können. So ist es seiner Initiative zu verdanken, dass auch an Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn die Drittelparität in der Schulkonferenz eingeführt worden ist. Ferner hat er für den Schulbereich einen Verhaltenskodex für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Schulen des Erzbistums Paderborn sowie an den Schulen des Stifts Werl und der Stiftung der Schulen der Brede mitentwickelt, der voraussichtlich in Kürze in Kraft gesetzt werden wird. Die Erstellung eines solchen Verhaltenskodexes wird von der Präventionsordnung des Erzbistums Paderborn von allen Rechtsträgern eingefordert, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kontakt zu Minderjährigen oder schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen haben.

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