Schule und Erziehung

daRUm-Kampagnenauftakt des dkv in Paderborn

Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker (hinten links) hat trotz Kälte sichtlich Freude am ReligionsunterrichtFoto: Martin JardePaderborn / München, 08. März 2018. (dkv) Frostige Zeiten für den Religionsunterricht? „Höchstens meteorologisch“, meint die Vorsitzende des Deutschen Katecheten Vereins, Marion Schöber, angesichts der vielen positiven Stimmen zum Religionsunterricht. Denn bei Temperaturen von minus sechs Grad trotzten am vergangenen Samstag Veranstalter, Musiker, Besucher und Schüler des Open-Air Religionsunterrichts auf dem Marienplatz in Paderborn der Kälte. Prominentester Schüler der Veranstaltung war der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker. Der Unterricht war Auftaktveranstaltung von darum!, der bundesweiten Kampagne des Verbandes für den Religionsunterricht.

Mit ihrem Song „Alles ist möglich“ eröffnete zu den äußeren Bedingungen passend die Augsburger Hip-Hop Band Capo di Capi die Veranstaltung. Gemeinsam mit der Voice of Germany Teilnehmerin Debby van Dooren umrahmten sie immer wieder musikalisch die Religionsunterrichtsstunden, die der Paderborner Didaktik-Professor Oliver Reis Passanten und Besuchern anbot. An drei Epochen des Religionsunterrichts von den 1960er Jahren bis heute wurde gezeigt, welche Entwicklung das Fach genommen hat. „Dass wir zeigen, dass Religionsunterricht auf der Höhe der Zeit ist und mit seinen Inhalten und den angebahnten Kompetenzen durchaus gesellschaftliche Relevanz hat, ist eine wesentliche Botschaft unserer Kampagne“, fasst Marion Schöber zusammen.

Prof. Dr. Oliver Reis beim Unterrichten auf dem Marienplatz in Paderborn.Foto: Martin JardeDiese Behauptung konnte Moderator Michael Wedding gleich von Passanten überprüfen lassen, von denen er immer wieder ihr persönliches Statement zum Religionsunterricht einforderte. Am Stand des dkv konnten sich diese über den Religionsunterricht informieren.

Dass die Veranstaltung trotz der Kälte nicht abgesagt wurde und sogar Erzbischof Becker bei der letzten Unterrichtsstunde in die Rolle des Religionsschülers schlüpfte, verwunderte auch Manfred Spieß, der als evangelischer Religionspädagoge extra aus Oldenburg nach Paderborn gekommen war: „Ich habe fest mit einer Absage gerechnet, aber ich habe in Paderborn ein hoch aktives Team von engagierten Religionslehrkräften erlebt. Da kann ich nur die Mütze ziehen und Achtung zollen.“ Denn Religionsunterricht gehört in die Mitte der Gesellschaft, so das Resümee der Veranstalter, egal welches politische oder meteorologische Klima gerade herrscht.

Wer die Kampagne im Internet verfolgen will, kann dies auf der Kampagnenhomepage www.darum.info tun. Die nächste größere Aktion ist der Aufruf zu einem Schülerwettbewerb, bei dem Schülerinnen und Schüler mit kurzen Handyvideos ihre – auch kritischen - Eindrücke zum Religionsunterricht schildern sollen.

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Erzbistum Paderborn